Spezialistin für Innere Medizin
zweitmeinung-tierarzt
Curriculum vitae
1992 – 1997 Studium der Veterinärmedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover
1998 – 2004 Anstellung in der Medizinischen Tierklinik der LMU München. In dieser Zeit
Dissertation über die FIV-Infektion der Katze
Weiterbildung zur Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere
Date
Bei der Therapie des Hypoadrenokortizismus wird der Mangel an Gluko- und Mineralokortikoiden durch die Gabe dieser Steroidhormone ausgeglichen. Die notwendige Dosis der Mineralokortikoidsubstitution kann weitgehend anhand der Elektrolytmessung im Blut und evtl. der Blutdruckmessung kontrolliert werden. Aber wie ist es mit den Glukokortikoiden? Zu wenig kann zu gastrointestinalen Symptomen und Leistungsschwäche führen. Aber Nebenwirkungen, die mit einer zu hohen Dosis wie Polyurie/Polydipsie, Polyphagie, Fellveränderungen oder Muskelverlust einhergehen sollten unbedingt vermieden werden. Wieviel Glukokortikoid benötigt der Hund (oder die Katze)? Kann der Tierbesitzer bei der Entscheidung helfen? Dieser Vortrag soll anhand der relevanten wissenschaftlichen Literatur mögliche Therapiestrategien sowohl bei der Substitution der Mineralokortikoide als auch der Glukokortikoide aufzeigen. Es soll auch um den Einfluss gehen, den die Haltung und Therapie eines Hundes mit Hypoadrenokortizismus auf das Leben des Besitzers hat.
Die Diagnostik der Nebennierenüberfunktion Hyperkortisolismus (Cushings Erkrankung) basiert einerseits auf klinischen Symptomen, die nicht immer klassisch sein müssen, so nebst PUPD, Polyphagie und Hecheln auch Gangstörungen, Lethargie und Calzinosis cutis. Anderseits sind zur Diagnostik Laboruntersuchungen notwendig, wobei keiner der Funktionstests alleine eine ausreichend gute Genauigkeit hat, so dass falsch positive aber auch falsch negative Resultate vorkommen. Aktuell gibt es nur einen zugelassenen Wirkstoff (Trilostan) für die medikamentelle Behandlung des Hyperkortisolismus. Die Schwierigkeit bei der Behandlung ist, welche Monitoringparameter für den Patienten sinnvoll sind. Ist das die klinische Verbesserung, der ACTH-Stimulationstest (wann und wie durchgeführt), der Prä-Pill Kortisolwert oder eine Kombination dieser Tests. In diesem Vortrag geht darum, wie man eine Therapieeinstellung eines Hundes mit Hyperkortisolismus erreichen kann und welche Resultate am ehesten besten hilfreich sind, damit es Patient und Besitzer gut geht.